Sindalah - Pendelverkehr zwischen Fiktion und Realität
Warum überrascht uns das nicht? Während ein Großteil der Welt im Chaos versinkt – Kriege, systematische Umweltzerstörung, Wasserknappheit, Flüchtlingskrisen etc. – hat Saudi-Arabien ein künstliches Refugium für Superreiche geschaffen, deren gesammeltes Vermögen das der reichsten Volkswirtschaften der Welt bei weitem übersteigt. Auf der saudi-arabischen Insel Sindalah ist im Rahmen des Megaprojekts „Neom“ ein Ferienparadies für jene Herrschaften erschaffen worden, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld. Fünf Kilometer von der Küste entfernt, erstrahlen die Luxusbauten wie funkelnde Sterne aus Tausendundeiner Nacht. Auf 840 000 Quadratmetern kann Golf gespielt und getaucht werden, kann man Wellness genießen oder Luxusshopping betreiben. Das übliche Arsenal gegen Überdruss und Langeweile eben. Und wieder ist die Realität auf der Überholspur.
In FEUER AM FUSS, dem dritten Band der Maeva-Trilogie, ist genau dieses Szenario beschrieben worden. Auf Seite 158 verrät der vor den Schutztruppen der Ökodiktatur auf der Flucht befindliche Multimilliardär Elijah Pinter dem Reporter Cording folgendes: „Ich gehöre zum Club der Milliardäre. Wir haben uns an der Ostküste Baja Califonias ein Elysium gebaut. Es handelt sich um große schwimmende Luxusinseln.“ Auf diesen Inseln halten es die Superreichen auf Dauer allerdings nicht aus. Sie richten mit ihren Yachten einen regelrechten Pendelverkehr zwischen ihrem Paradies und dem Festland ein, wo die verarmte Bevölkerung schon sehnsüchtig auf sie wartet. Für ein paar Dollar geben die Familien ihre jungen Mädchen und Frauen als Leihgaben her, die nach ein paar Tagen zurück gebracht und ausgetauscht werden. Die Mädchen sind Teil eines Spiels, das man sich gemeinschaftlich im Paradies ausgedacht hat. Falls es zu Verletzungen kommt, werden die Familien mit ein paar Dollar mehr entschädigt.
Sindalah wurde im Oktober 2024 offiziell eröffnet. In der Maeva-Trilogie haben wir schon 9 Jahre vorher eine identische Idee entwickelt. Nur die Handlung spielt nicht am Roten Meer, sondern am Golf von Kalifornien. Gemeinsam ist ihnen allerdings, dass beide „Nebenmeere“ ähnlich lange Meerengen sind.







